Jurassic Park von Steven Spielberg löste 1993 eine einzigartige Dinosaurier-Welle über den ganzen Globus aus. Spielberg schuf mit diesem Projekt was nicht viele schaffen. Der Film war der Motor , ein einziger Werbespott für die Spielzeughersteller. Inhaltlich und filmisch war das alles nicht gerade herausragend. Speziell aber war die ganze Filmtrickserei und vor allem der Einsatz von CGI.
Jurassic World knüpft nun an der Trilogie an und treibt die Geschichte zu einem neuen Höhepunkt. Michael Crichton, der die Geschichten erfand, zeichnete auch dieses Mal wieder die Charaktere. Das Drehbuch folgt dem klassischen Prinzip des Hollywood-Secret. Mit anderen Worten, die Handlungen sind absehbar und entsprechend ist der Film getragen von Klischees und Langeweile. Das erste Filmdrittel kann man auslassen, weil es ausser der Intro der Charaktere wirklich zu nichts nutze ist. Dafür aber hat es das letzte Drittel in sich. Da fliegen die Dinofleischfetzen nur so durch den 3D-Raum. Die typisch gezeichnete Themenpark-Architektur wird in ihre Einzelheiten zerlegt. Übrig bleibt als Held der ins Alter gekommene Dino aus den ersten drei Teilen. Nein, nein, das war sicher keine Anspielung auf Steven Spielberg.
Zum Cast mag ich nicht viel sagen. Die Schauspieler verschwinden hinter der Stereotypie ihrer Figuren. Ob es Chris Pratt zum neuen Action-Star reicht, wird sich zeigen. Mir ist er als Typ viel zu nah an Sam Worthington.
Eigentlich ist der Film eine Schlafpille, aber wie erwähnt, ist das letzte Drittel genial gut gemacht. Darum gebe ich 3.5 LetterboxD-Sterne.
Es geht um Bücher, und um Filme und darum auch um mich, der Buch und Film rezipiert, kommentiert und zur Diskussion stellt.
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Samstag, 13. Juni 2015
Montag, 29. Dezember 2014
Exodus
Warum macht man einen Film wie Exodus gerade heute? Und warum Ridley Scott?
Offenbar wollte auch Ang Lee den Film produzieren, doch Scott hatte mit Robin Hood und Gladiatoren die grösseren Erfahrungen mit derart umfassenden VFX/CGI-Projekten.
Die Geschichte erzählt vom Leben des Moses und speziell sein Verhältnis zum Erben Ramses. Dieses war immer von der unterschiedlichen Herkunft der Adoptivbrüder geprägt und zwar bis zum Schluss. So zieht sich der Bruderkonflikt durch den ganzen Film und macht ihn dadurch extrem langweilig.
Mich hat Exodus schlicht und einfach nicht berührt. Irgendwo hatte ich ständig so Styropor-Gefühl. Wie bei einem Big Mac von McDonalds. Hastig heruntergeschlungen und sofort ein Hungerast produziert. Scott und seine Computeranimationskünstler schaffen zwar beeindruckende Bilder, aber diese mochten nicht über die Schwächen des Storytellings hinweg zu täuschen.
Weil der Film solide gemacht ist und ich allen Respekt für Ridley Scott habe, lautet mein LetterboxD-Rating 3-Sterne.
Offenbar wollte auch Ang Lee den Film produzieren, doch Scott hatte mit Robin Hood und Gladiatoren die grösseren Erfahrungen mit derart umfassenden VFX/CGI-Projekten.
Die Geschichte erzählt vom Leben des Moses und speziell sein Verhältnis zum Erben Ramses. Dieses war immer von der unterschiedlichen Herkunft der Adoptivbrüder geprägt und zwar bis zum Schluss. So zieht sich der Bruderkonflikt durch den ganzen Film und macht ihn dadurch extrem langweilig.
Mich hat Exodus schlicht und einfach nicht berührt. Irgendwo hatte ich ständig so Styropor-Gefühl. Wie bei einem Big Mac von McDonalds. Hastig heruntergeschlungen und sofort ein Hungerast produziert. Scott und seine Computeranimationskünstler schaffen zwar beeindruckende Bilder, aber diese mochten nicht über die Schwächen des Storytellings hinweg zu täuschen.
Weil der Film solide gemacht ist und ich allen Respekt für Ridley Scott habe, lautet mein LetterboxD-Rating 3-Sterne.
Samstag, 13. Dezember 2014
Hobbit The Battle of the five armies
Wir haben es gesehen mit diesen Hobbits, keine Frage. Jackson hat sein erfolgreiches Konzept bis zum Schluss ausgelutscht. Und Martin Freeman hat sich fast ein Label anhängen lassen, das man sich als Zuschauer wieder abgewöhnen muss, denn Freeman ist ein begnadeter Schauspieler. MAn schaue sich nur mal die Serie FARGO an.
Und wir haben uns dankbar in das letzte Epos der zweiten Trilogie locken lassen und wurden weder enttäuscht noch euphorisiert. Wenn auch nicht mehr gar soviele Besucher wie damals bei Herr der Ringe, sassen wir nicht gar so alleine im kino wie sonst in diesen Zeiten bei Blockbustern.
CGI und VFX ohne die Dringlichkeit einer handfesten Geschichte sind halt einfach nur noch Bilder aus dem Computer. Das Staunen ist uns abhanden gekommen und als rein filmisches Konzept genügt es nicht mehr nur kopierte und vervielfältigte Einzelteile zu Massenaufläufen zu komponieren. Selbst an die eindrücklichen Landschaften Neuseelands haben wir uns gewöhnt. Das ist ein Verlust.
Und dieses Verlustgefühl fängt sich an über die Distanz des Filmes zu manifestieren. Man vermisst den Respekt, den man zu Beginn für Jacksons Epen entwickelte. Die Lehre wird sein, wieder die Geschichte in den Fokus eines Filmes zu rücken und die technischen Möglichkeiten unterzuordnen. Das habe ich aus diesem Film mitgenommen.
Und wir haben uns dankbar in das letzte Epos der zweiten Trilogie locken lassen und wurden weder enttäuscht noch euphorisiert. Wenn auch nicht mehr gar soviele Besucher wie damals bei Herr der Ringe, sassen wir nicht gar so alleine im kino wie sonst in diesen Zeiten bei Blockbustern.
CGI und VFX ohne die Dringlichkeit einer handfesten Geschichte sind halt einfach nur noch Bilder aus dem Computer. Das Staunen ist uns abhanden gekommen und als rein filmisches Konzept genügt es nicht mehr nur kopierte und vervielfältigte Einzelteile zu Massenaufläufen zu komponieren. Selbst an die eindrücklichen Landschaften Neuseelands haben wir uns gewöhnt. Das ist ein Verlust.
Und dieses Verlustgefühl fängt sich an über die Distanz des Filmes zu manifestieren. Man vermisst den Respekt, den man zu Beginn für Jacksons Epen entwickelte. Die Lehre wird sein, wieder die Geschichte in den Fokus eines Filmes zu rücken und die technischen Möglichkeiten unterzuordnen. Das habe ich aus diesem Film mitgenommen.
Ich mag nur 2.5 Sterne zu vergeben.
Freitag, 25. Juli 2014
Hercules - 3D IMAX
Nie würde ich für einen Film mit Dwayn Johnson ins Kino gehen. Nie heisst ja automatisch, dass es Ausnahmen gibt. Hercules spielte in den USA in den 3D-IMAX-Kinos. Wir waren in St.Petersburg, Florida, an unserem letzten Urlaubstag und sahen, dass der Film an diesem Freitag Premiere hatte. So entschieden wir, uns dieses neue Filmerlebnis zu geben, obwohl der Film erst um 23 Uhr anfing und immerhin 98 Minuten dauerte. Es stand uns anschliessend eine kurze Nacht von 4 Stunden bevor. Die Gefahr bestand, dass wir uns verschlafen und nicht rechtzeitig zum Flughafen in Tampa ankommen würden. No risk no fun.
Nun, das Risiko lohnte sich inhaltlich für diesen Film nicht und wie erwartet, war auch die schauspielerische Leistung zum vergessen. Aber auch die Geschichte war lähmend langweilig. Griechische Tragödien geben eben nur im Amphitheater wirklich etwa her...
Und was ich herausfand: Ich mag IMAX 3D nicht. Mir ist das alles zu nah und zu gross, es erdrückt mich und kommt mir unwirklich vor. Kino muss für mich eine Wirklichkeit haben. Es muss nicht vor meinen Augen herumflattern und mir etwas aufdrängen was nicht ist. Besonders, wenn Film und Darstellung derart mager ist.
Also, macht hochauflösende Bilder und zeigt Weite mit Tiefenschärfe. Inhaltlich wie visuell.
Ich gebe nur 2 Sterne bei LetterboxD. Für die technologische Innovation.
Nun, das Risiko lohnte sich inhaltlich für diesen Film nicht und wie erwartet, war auch die schauspielerische Leistung zum vergessen. Aber auch die Geschichte war lähmend langweilig. Griechische Tragödien geben eben nur im Amphitheater wirklich etwa her...
Und was ich herausfand: Ich mag IMAX 3D nicht. Mir ist das alles zu nah und zu gross, es erdrückt mich und kommt mir unwirklich vor. Kino muss für mich eine Wirklichkeit haben. Es muss nicht vor meinen Augen herumflattern und mir etwas aufdrängen was nicht ist. Besonders, wenn Film und Darstellung derart mager ist.
Also, macht hochauflösende Bilder und zeigt Weite mit Tiefenschärfe. Inhaltlich wie visuell.
Ich gebe nur 2 Sterne bei LetterboxD. Für die technologische Innovation.
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