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Sonntag, 26. April 2015

Jeremiah Johnson


Heute Abend zeigte ARTE Jeremiah Johnson von Sidney Pollak und Robert Redford in der Hauptrolle als Jeremiah, einem Mountain Man in den Rocky Mountains. Der Film aus dem Jahr 1972 erzählt die Geschichte eines Aussteigers, der sein Glück in der Verlassenheit der Berge sucht. Als blutiger Anfänger als Trapper durchläuft er alle Stufen der Entbehrungen und Irrtümer bis er einem alten Trapper begegnet, der ihn in die Geheimisse der Natur und jener der Crow-Indianer einführt. Erst nimmt er einen verwaisten Jungen auf und heiratet dann eine Crow. Gemeinsam bauen sie sich ihre Blockhaus und organisieren ihr Leben in völliger Autarkie. Alles geht gut, bis eine Armeeeinheit seine Hilfe in Anspruch nimmt. Dann läuft das Leben aus dem Ruder.



Dieser Film war damals wichtig für mich, führte er doch mein Lebensgefühl aus Zeiten von Karl May und dessen Winnetou und Old Shatterhand weiter. Robert Redford wurde zu meinem bevorzugten Schauspieler.
Es war die Hochblüte meiner Pfadfinder-Zeit. Die USA und die Geschichte der Indianer beschäftigten mich in meiner Jugend intensiv. Der Film versetzte mich in die Lage, meine Sehnsüchte Teil dieses Lebens zu sein, auszuleben. Der Soundtrack eröffnete mir die Welt der Singer-Songwirter-Country-Music bis zum heutigen Tag.

Für die Qualität des Films und seine damit für mich verbundenen Emotionen gebe ich dem Film 4-Sterne und ein Like bei Letterboxd.com.

Freitag, 20. Februar 2015

The Company You Keep


Robert Redford produzierte, führte Regie und spielte die Hauptrolle in The Company you Keep

Der Film ist eine Parabel auf die 68er Generation. Er dreht sich um die revolutionär-kommunistischen studentischen Weathermen-Organisation. Nun erzählt uns Redford nicht die Geschichte dieser Bewegung, sondern jene der 30 Jahre lang verfolgten Aktivisten im Jahr 2007, die inzwischen mehr oder weniger ein bürgerliches Leben ausserhalb des politischen Geschehens verbringen.

Jim Grant lebt unerkannt mit als alleinerziehender Vater einer 12jährigen Tochter. Dann wird in unmittelbarer Nähe eine ehemalige Aktivistin verhaftet, was darauf schliessen liess, dass das FBI auch im nah auf den Fersen ist. So macht er sich auf die Suche nach einer Mitstreiterin, mit der er damals sehr nah liiert war und die bezeugen konnte, dass er bei einem Banküberfall mit Mordfolge nicht dabei war. Dicht auf seinen Fersen folgt im der Jungjournalist Ben Shepard, gespielt von Shia LaBeouf in einer ihm auf den Leib geschnittenen Rolle, die er für einmal mit gesetzter Zurückhaltung ausgezeichnet spielt. Er weiss immer etwas mehr als das FBI, kommt aber zum Ende nicht zu jener Story, die er meint. Dafür lernt er eine Lektion über Engagement und Politik, die sein Leben beeinflussen wird.

Die Moral von der Geschichte dieses cineastisch nicht allzu bedeutenden Films lernt uns, dass gesellschaftliche Utopien nicht von heute auf morgen in Realität umzusetzen sind. Radikalität im Denken mag zulässig sein, hingegen in der Realität wendet sie sich gegen die Akteure selber. Am Ende sind wir uns immer selber lieb. Das ist die beste Art die Welt zu verändern. In kleinen Schritten mit einem Zeithorizont von 100 Jahren. Das macht uns gelassen.

Für diese unideologische und nüchterne Analyse gebe ich Redfords Film im LetterboxD-Rating eine 3.5 mit einem Like.